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Erste Waffenlieferung in Krisengebiet perfekt

Eduard vom Steinhof

Liebe LeserInnen!

Nun ist es also passiert. Frank Walter Steinmeier wollte nicht mehr länger warten. „Bis der Bundestag das Thema auch noch beraten hat, sterben im Irak Stunde um Stunde weitere Menschen. Da kann ich nicht länger tatenlos zuschauen.“, äußerte sich der Außenminister in einem Exklusivinterview mit der Neue Havanna Zeitung vor wenigen Minuten.

Aus seiner Privatschatulle, die wir seit Jahren mit unseren Steuergeldern gefüllt haben, finanzierte er nun eine erste Waffenlieferung an die kurdischen Peschmerga. Welche keinesfalls mit der terroristischen PKK zu verwechseln ist.

Das Weltlogistikunternehmen Deutsche Post wird den Transport übernehmen. Man könne ausnahmsweise auch schon Mal Gefahrgut transportieren. Solange ausreichend Briefmarken aufgeklebt sind, ist das alles keine Affäre und bekanntlich ist der Transport von Gütern auch nur ein Geschäft.

Waffenlieferung an kurdische Peschmerga
© Eduard vom Steinhof -> Waffenlieferung an die kurdischen Peschmerga endlich auf dem Weg

„Ich habe mein Vorgehen mit Angela Merkel abgesprochen. Sie konnte zu dieser Privataktion aber leider kein Geld beisteuern, weil sie sich zuerst noch ein wirklich abhörsicheres Handy kaufen muss.“, führte Steinmeier weiter aus, „Stellen Sie sich einmal vor, die Bundeskanzlerin würde bei der Abwicklung dieses Deals ein abhörfähiges Handy benutzen. Da könnte die Lieferung doch leicht in falsche Hände geraten.“ Dem können wir als seriöses und sicherheitsbewusstes Medium natürlich nur unumwunden beipflichten.

Die Verteidigungsministerin von der Leyen übrigens wollen wir in diesem Zusammenhang keinesfalls vergessen. Sie erklärte auf unsere Nachfrage, sie würde die Waffen lieber verleyen. Schließlich sei ja noch nicht Weihnachten und somit die Zeit für Geschenke noch nicht reif.

Mit dem Vorsitzenden der dritten Regierungspartei wollten wir auch kurz sprechen, aber Horst Seehofer ließ uns durch seine Staatskanzlei ausrichten: „Solange der Dobrindt seine Ausländermaut nicht bekommt, bekommen die Ausländer auch keine Waffen!“ Durchaus konsequent diese Haltung.

Wir bewundern die kurzentschlossene Tatkraft dieser Bundesverbiegung. In Situationen wie diesen, muss man altbewährte Direktiven auch schon Mal über Bord werfen dürfen. Sollten mit diesen Waffen die Superterroristen der IS zurückgeschlagen werden, so lassen sich sicher in Zukunft hervorragende Geschäfte in der Region, die unter Insidern auch mit dem Begriff Pulverfass tituliert wird, erzielen. Schließlich gilt es den Titel Exportweltmeister egal mit welchen Mitteln zu verteidigen.

Es grüßt die Lunte prüfend

Eduard vom Steinhof


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