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Volksabstimmung ABSURDISTAN: Schweizerkreuz verboten!

Eduard vom SteinhofLiebe LeserInnen!

Brandaktuell erhalten wir, aus uns gut bekannten und bestens informierten Kreisen, das Vorabergebnis der unlängst in Absurdistan durchgeführten Volksabstimmung über den Neubau  und Import von weiteren Schweizerkreuzen in der unabhängigen Republik am Rande des (geistigen) Abgrunds.

Wir dürfen Ihnen mitteilen, dass sich das kleine unbeugsame Volk der Absurden mit einer sehr deutlichen Mehrheit von 74,3299999999 % dafür entschieden hat, Schweizerkreuzen in Zukunft bereits bei der versuchten Einreise, die schweizerrote Karte zu zeigen sowie eine weitere schleichende Infiltration von schweizer Machtsymbolen in das Hoheitsgebiet Absurdistans bei Strafe  (Peitschenhiebe, Stein um den Hals in Fluss werfen, …) zu untersagen.

Nachdem zuletzt, in dem bis vor Kurzem noch sehr friedlichen Land, die Schweizerkreuze wie Minarette förmlich aus dem Boden schossen, wuchs der Unmut in der absurden Bevölkerung spürbar. In stark besuchten Demonstrationsritualen wurde mit Fingernägeln versucht, das Blut die rote Farbe aus den Schweizerkreuzen zu kratzen. Ein hilfloser Versuch, der nicht von Erfolg gekrönt war.

„Mit einer beispiellos rücksichtslosen Vorgehensweise wurde bereits im Vorfeld der Kampagne in der absurden Bevölkerung gezielt Stimmung gegen unsere Schweizerkreuze gemacht!“  beklagte sich Beat Hütlibärli der schweizer Botschafter in Absurdistan. Eine faire Abstimmung sei nie möglich gewesen, die Unterstützung der Pro-Schweizerkreuze-Fraktion durch die schweizer Regierung, die umfangreiche Schlupflöcher für die Superreichen Bürger Absurdistans offen hielt, zielte vollkommen an den mitunter diffusen Ängsten der breiten Masse vorbei.

Schweizerkreuz verboten

© Eduard vom Steinhof -> Schweizerkreuz verboten!

Die Diskussion, wie weitgehend das Schweizerkreuzverbot ausgedehnt werden sollte, umfasste einen breiten Rahmen von möglichen Verbotsobjekten. Zu allererst stachen natürlich die Schweizermesser ins Auge, zumal nebenbei gleich den schweizer Waffenexporteuren Einhalt geboten werden konnte. Andere schweizer Exportschlager wie Schoggi, Uhren, Atomkraftwerke und Alphörner werden wohl in Zukunft ebenso schweizerkreuzlos nach Absurdistan einreisen müssen.

Jetzt ist das Schweizerkindkreuz also in den Brunnen gefallen und die freiwillige Feuerwehr in Bern kann luege, wie sie es schleunigst bergen kann, bevor noch größere Komplikationen zu erwarten sind.

Es grüßt kreuzbrav

Eduard vom Steinhof


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