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Internationales Komikerduo stört Jörgls Totenruhe!

Bibola (nhz) Wie erst jetzt bekannt wurde, hat die Staatsanwaltschaft Karntn ein Verfahren wegen Störung der Totenruhe gegen das internationale Komikerduo Dirk Stermann und Christoph Grissemann eingeleitet. Hintergrund war ein schlechter Scherz, den sich die beiden Hardcore-Gehirnakrobaten in der ORF-Sendung „Hallo Österreich“ erlaubten.

Während im seeligen Kärnten die Trauerfeiern anläßlich des alko(über)holischen Ablebens des dortigen Landeshauptmanns – der einmal mehr dem Rest der Welt zeigen wollte, wie man mit ein paar G’spritzten schneller ans Ziel kommt – noch in vollem Gange waren, der ewig(gestrige) Jörgl zudem noch bei Petrus am Himmelstor mit gewohnt markigen Sprüchen den Einlass einforderte und seine werte Mama immer noch händeringend nach akzeptablen Entschuldigungen suchte, weshalb ihr Lieblingssohn trotzdem nicht rechtzeitig zu ihrem 90. Geburtstag erschienen ist, meinten die beiden Funk- und Fernsehkomödianten sich bereits Pointen auf Kosten des gerade Verblichenen genehmigen zu können.

Aber Kärnten ist nicht irgend ein Land und Kärntner sind nicht irgend ein Schlag Menschen. Die Heimatwehr des südlichen Bundeslandes der Alpenrepublik wurde sofort aktiviert, ein Trupp Freiwilliger zur Ehrenrettung abkommandiert und das Auto des Managers der Unsensiblen mit einem Satz loser Radmuttern dem des JörglNazionale angeglichen.

Nix wirklich schlimms is ned passiert: a bisserl rumgschlittert sans holt, aba koane Verletztn und koane Doden hats ned gebn.

Dies hat auch die Gendarmerie sofort erkannt und weise auf die Aufnahme einer Anzeige wegen Mordversuchs verzichtet: Deeskalation wie sie im Leerbuch steht.

Bedauerlicherweise hat sich nun aber die Staatsanwaltschaft Karntn daran gemacht, die beiden oralen Lustmolche ihrerseits – wohl wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr (jeder hat sich vor Fahrtantritt vom ordnungsgemäßen Zustand seines KFZ zu überzeugen) – mit einer Klage wegen Störung der Totenruhe (die Notbremsung wurde so laut durchgeführt, dass sie im Haidermausoleum im Kärntner Bärental die eingeäscherten Trommelfelle des – ebenfalls eingeäscherten – Landesfürsten zum Bersten brachten) zu bedenken.

Leitln, hobts es endlich kapiert? Wer jahrelang die Schwächen des Systems schamlos ausnutzt, damit Millionen (Schülling, wohlgemerkt) scheffelt und sich dann ungeniert über ein urplötzlich und unvorhersehbar im Dunkeln stehendes (österreichisches) Bundesland lustig macht, muß sich nicht wundern, wenn die Betroffenen in ihrer dunklen Not zum Alten Testament greifen und Aug’ um Aug und Zahn um Zahn seelische Genugtuung einfordern.

Aber die NHZ schläft nicht:

Wir fordern die Veranstalter der „Aktion Licht ins Dunkel“ – zur Befriedung der Situation – auf, den Erlös des diesjährigen weihnachtlichen Spendenmarathons der Kärntner hinterbliebenen Bevölkerung zu Gute kommen zu lassen.


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