Anzeige


Satire-Zeitung fr Online-Satire

Porsche meldet VW-Aktie zum Patent an!

Bibola (nhz) Jeder von Ihnen, werte LeserInnen, hat in den vergangenen Tagen das wirtschaftskapitalistische Meisterwerk von Wendelin Wiedeking mitbekommen.

Im größten Börsenchaos seit fast 90 Jahren teilt der Porsche – Vorstand mit, daß er seine Anteile am deutlich größeren Wettbewerber Volkswagen auf 75 % aufstocken will.

Dies am vergangenen Wochenende.

Am Montag Morgen öffnete die Börse und auf einmal wollten alle Volkswagen – Aktien kaufen. Da Porsche aber schon arg viele hält und auf einen Großteil des Restes Optionen besitzt, führte dies – mit dem Biturbo Leerverkäufe gekoppelt – in Zeiten weltweiten Kursniedergangs, zu einer Verknappung des Angebots bei gleichzeitig unerfüllbarer Nachfrage.

Das Ergebnis: gegen alle Trends war die deutsche Börse für zwei Tage die einzige Börse weltweit, die positiv abschloss und Volkswagen wurde mal eben – vorübergehend – zum teuersten Unternehmen der Welt (ca. 330.000.000.000,00 €).

Das war aber nur das Hors d’œuvre!

Die Suppe dieses Mehrgängemenues sieht so aus: weil den Mitbewerbern im Dax die Luft ausgeht, wird Porsche aufgefordert den Markt zu beruhigen, sprich Kasse zu machen und Aktien freizugeben, damit die Kurse wieder auf reelle Werte zuückkehren.

Damit sind wir beim Hauptgang: mit diesem börsentaktischen Geplänkel, der – nach Aufforderung – zur marktberuhigenden Großtat mutiert- unter Bänkern wurden schon lange nicht mehr so viele Hüte ob dieses Geniestreichs gezogen – sackt Porsche mal eben Milliarden ein.

Hatte der Kurs der VW – Aktie vergangene Woche noch bei rund 200 € gelegen, so war sie gestern abend bei ca. dem 4,5 fachen dieses Wertes angelangt. Seit Porsche seine erste Anteilssteigerung bei VW 2005 angekündigt hat, ist der Kurs von ca. 50 € kontinuierlich auf die heutigen Werte angestiegen.

Und damit ist Porsche nun zum Dessert gekommen: Die Porsche AG hätte in diesem Geschäftsjahr alle ihre Autos und was sie sonst noch gegen teuer Geld an – hauptsächlich – den Mann brachte

verschenken

können und hätte immer noch einen Gewinn!!!! von deutlich über 2.000.000.000,00 € gemacht.

Den kapitalistischen Geniestreich will sich Porsche nun beim Europäischen Patentamt in München unter dem Kürzel

Volksverarsche Hoch 3

schützen lassen (und definitiv nicht, um uns vor Wiederholung zu bewahren).

Unbestätigt sind Gerüchte, wonach Wendelin Wiedeking nun ernsthaft erwägt, die fälschlich eingegangen Zahlungen für die Produktion dieses Geschäftsjahres – zur Minderung der Ertragssteuer – wieder an die gnadenlos übervorteilten Käufer zurückzuüberweisen.


Anzeige


 

Besuchen Sie auch unsere Startseite! Dort finden Sie aktuelle Beiträge der NHZ.

Die aktuelle NHZ finden Sie hier!

 

Alle Artikel des Autors:

Einen Kommentar schreiben

Subscribe without commenting