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Alexandra Hai, geb. Elasmobranchier, darf nicht rudern

Die letzte, aber wirklich auch letzte Bastion haben die Gondolieres erfolgreich verteidigt. Zum wiederholten Mal versuchte eine Frau die Gondoliere Prüfung abzulegen. Jetzt kann sie sagen: Ich bin fünfmal durchgefallen. Alexandra Hai, geb. Elasmobranchier, will einfach nicht begreifen, dass es Berufe gibt (leider nicht mehr viele) in denen Frauen nichts zu suchen haben.

Sehr geehrter Leser, sehr geehrte Leserin, stellen sie sich bitte vor, sie haben ihr ganses Erspartes für eine Reise ins schöne Venedig hingeblättert. Am zweiten Tag schaffen sie es endlich eine Gondel zu ergattern. Sie gondeln los, die Sonne scheint, das Meer glitzert türkis, der alte Putz an den Häusern winkt ihnen zu, alles stimmt und das viele Geld reut sie nicht. Doch auf einmal setzt die Gondoliere zum singen an. In Mezzosopran! Alles vorbei, alle Romantik über Bord. Und noch dazu bemerken sie, aus den Augenwinkeln, dass sie permanent von anderen Gondeln überholt werden (gestossen von Gondolieres, versteht sich). Den Urlaub können sie getrost in die Tonne treten.

Wenn die venezischen Gondelmänner nicht hart bleiben, wird Venedig untergehen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Und liebe Alexandra Hai, du mit deinem Namen, dir steht doch die Welt offen. Die Deutsche Elasmobranchier Gesellschaft sucht noch eine Vorsitzende. Na wenn das nichts ist, oder?

Wikipedia meint dazu:

Ein Gondoliere ist ein Fahrer einer venezianischen Gondola, d. h. eines Bootes. Der Gondoliere steht am Heckschnabel des Bootes und bewegt dieses mit einem einzigen, steuerbordseitigen Ruder, dem Remo, vorwärts. Dieses ist in einer Holzgabel, der Forcula, gelagert. Zusätzlich verwendet er zum Steuern auch Hausmauern und andere, entgegenkommende Boote, von wo er sich mit dem Bein abstößt.

Da die Gondeln heute vorwiegend von Touristen benutzt werden, sind viele Gondoliere jetzt auch nebenbei als Fremdenführer tätig.

Der Verdienst in der Saison (von April bis Oktober) liegt bei ca. 500 € am Tag also 15.000 € im Monat. Das macht einen Verdienst von ca. 105.000 € pro Jahr. Die Lizenzen sind jedoch begrenzt. Dadurch sind diese sehr begehrt. Eine Lizenz kann man nur erlangen, wenn ein Gondoliere in den Ruhestand geht oder seine Lizenz abgibt. Früher konnten die Lizenzen nur vererbt werden.

Meister Jeder: Jetzt versteh ich warum Alexandra so gerne Gondoliera werden möchte.


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