Anzeige


Satire-Zeitung fr Online-Satire

NHZ-Außenstelle Bibola gesegnet!

Bibola (nhz) Während ich heute noch mit der Einpassung des Kühlschranks in die neuen Redaktionsräume beschäftigt war (neben Auslandskorrespondent bin ich auch das örtliche Redaktionsfaktotum und bereite gerade die Einweihungsfestlichkeiten vor), hörte ich vor der Türe eine mir vertraute Stimme: Don Angelo, der geistliche Hirte der Gemeinden Bibola, Vecchietto und Caprigliola.

Freundlich, wie die NHZettis nunmal sind, öffnete ich die – eh nur angelehnte Tür – um den Ortspopen erstmalig in unseren heiligen Hallen zu begüßen, nicht ahnend, daß er seinen alljährlichen Segnungsrundgang durch die Schneckenburg machte.

Ein Mißverständnis das andere jagend (eigentlich wollte er bei der Nachbarin Concetta Einlaß und Segnungssteuer erbitten und eintreiben – begleitet von seinem angsteinflößenden und Witwen weichmachenden Bodyguard, dem mit 78 nur wenige Jahre älteren Luigi), dachte er, daß auch die NHZ – nichtwissend, daß sie über einen Eigengott verfügt – seinen im wahrsten Sinne des Wortes Schein-heiligen(den) Segen gebrauchen könnte.

Also legte er los und verstreute sein Weihwasser – auf allen Etagen des NHZ-Wolkenkratzers. Nach etwa einer halben Stunde kam er wieder – total verschwitzt unter seinem Engelstalar – im Erdgeschoß an.

Es war ihm hoffentlich eine Lehre, denn da wir NHZ-Sklaven auch nur für lau arbeiten (nur der MJ-NG verfügt über eine prall gefüllte Schmiergeldkasse), beteiligte ich ihn überschwenglich an meinem Jahreseinkommen, was ihn, glaube ich, nicht wirklich befriedigte.


Anzeige


 

Besuchen Sie auch unsere Startseite! Dort finden Sie aktuelle Beiträge der NHZ.

Die aktuelle NHZ finden Sie hier!

 

Alle Artikel des Autors:

Eine Reaktion zu “NHZ-Außenstelle Bibola gesegnet!”

  1. Seelentherapeutin

    Freu Dich einfach über einen ungewollten Segen. Die Bedeutung kennt alleine das Weihwasser. Ich finde es großartig, dass dieser Geistliche von Dir kein neues Kirchenfenster wollte. Mein Geistlicher war da ganz kölsch: kaum war ich in Köln angekommen(okay vor 21 Jahren, aber es hat sich nicht wirklich etwas verändert) besuchte mich der Pfarrer. Er gab vor, Maria mit dem Kinde im Stall zu Brück begrüßen zu wollen. Doch die stillende Mutter, wachsam in alle Richtungen, bekam sehr schnell mit, das der liebe Gemeindepfleger Geld für ein neues Kirchenfenster wollte. Ganz zufällig verkündete er auch die frohe Botschaft, dass auch nur dann ein Kindergartenplatz zur Verfügung steht, wenn man SPENDET oder der Gemeinde UNTERTAN wird. Beides habe ich dankend abgelehnt,mit der Begründung: ich möchte mir noch alle Perspektiven für unser Kind offenhalten. Ich habe es nie bereut. Lieber Gott hörst Du das??? Kontrolle der Auszubildenden Götter auf Erden ist schon seit vielen Jahren gefragt. Komm doch bitte dieser Aufgabe nach. Sie wird zu meinem Nachtgebet, das ich auf Knien abrutsche. Da ich in Meditation bin verspüre ich keinen SCHMERZ.

Einen Kommentar schreiben

Subscribe without commenting