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Ole von Beust gestürzt!

Nachdem schon der Dresdner fdp-OB Ingolf Roßberg aus der Kombination Elbe und UNESCO-Welterbe mit einer blutigen Nase hervorgegangen ist (wird jetzt vertreten durch den parteilosen Ersten Bürgermeister Lutz Vogel), versuchte sich nun – 500 km weiter stromaufwärts – der CDU-Wahlkämpfer Carl-Friedrich Arp Freiherr (genannt: Ole) von Beust, Erster Bürgermeister Hamburgs, als Widerstandskämpfer gegen das UNESCO-Welterbe …

… und stürzte dabei über eine Elbvertiefung.

Der Mann (wollte einstmals Hamburg zur Umwelt-Hauptstadt machen) hatte schon vor Wochen dagegen gewettert, daß es eine internationale Kampagne, getragen von den Niederlanden und der BRD, zur Aufnahme des Wattenmeeres in die begehrte Liste gab.

Ursprünglich hatte man auch mit den Dänen geplant, denen aber die Sache dann doch im Moment nicht zu passen schien. Und selbst die niederländische Zustimmung erfolgte mit dem Zusatz „Ausschluß der Rheinmündung – zur Sicherung des Hafenstandorts Rotterdam“.

Die (von Gretel Merkels) CDU geführte Bundesregierung hat dennoch rechtzeitig vor dem Verfallsdatum (1. Februar) das Aufnahmeverfahren in Paris eingeleitet, wie Bundesumweltminister Hilmar Gabriel stolz verkündete.

Jetzt ist Ole sauer.

Anstatt im Vorfeld eine Einigung, wie die der Tulpenländler, zu suchen, beschloß er, sich mit seinen 1,4 % Wattenmeeranteil dem Prozess zu entziehen und die deutsche Einigkeit zu opfern.

Was nicht jeder weiß: weil Deutschland im Weltkulturerbe schon recht gut vertreten ist, darf es nicht mehr – wie viele andere Länder – zwei Nominierungen jährlich einreichen. Wäre die jetzige gescheitert, hätte dies für alle anderen Natur- und vor allem Kulturerbekandidaten (darunter auch Hamburgs Chilehaus) eine Verzögerung um ein Jahr bedeutet.

Der liebe Ole machte wohl einfach nicht mit bei der Sache, weil der 1. Februar leider noch kurz vor seinem geplanten Wiederwahltermin liegt (und nicht dahinter), denn so ist es ihm möglich, sich selbst als Arbeitsplatzbewahrer im Hamburger Hafen zu exponieren und seinen Gegnern die Gefährdung derselben unterzuschieben (lesenswert hierzu diese Reaktion des WWF auf Oles Argumentation).

Mann Ole: gestern den Hals ausgerenkt bei dem Versuch Deine Wiederwahl mit einer – viel zu späten – Distanzierung vom hesslischen Wahlkampf Deines Saufkumpans Roland Koch zu retten und nun der Beinbruch beim Sturz in die Elbvertiefung.

Versuchst Du jetzt Deine Wiederwahl über den Mitleidseffekt abzusichern?

Die NHZ wünscht: Hals- und Beinbruch! (80 % davon hast Du ja schon erreicht)


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